Not (Yet) In Translation: Rowan Hisayo Buchanan, Daniel Saldaña París & Tim Murphy

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Was ist derzeit los auf dem internationalen Buchmarkt? Hier findet ihr drei Romane, die interessant klingen und die, meinen Recherchen zufolge, noch keinen deutschsprachigen Verlag gefunden haben.

Rowan Hisayo Buchanan – Harmless Like You

Sceptre, August 2016, 320 Seiten
Website

Die Außenseiterin Yuki Oyama, eine junge Japanerin, die in den 1960ern New York lebt, hat nur einen Wunsch: Sie möchte eine anerkannte Künstlerin werden. Parallel zu Yukis Geschichte wird die von Jay erzählt, der, wie schnell ans Licht kommt, Yukis Sohn ist, den sie im Alter von zwei Jahren verließ. Jay möchte ihre Gründe begreifen, da er als junger Vater Anstalten macht, ihrem Beispiel zu folgen.

Express: „Rowan Hisayo Buchanans kunstvoller, versierter Debütroman befasst sich mit komplizierten familiären Beziehungen und beleuchtet, wie die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und der Drang, Kunst zu machen, vielerlei unangenehme Entscheidungen im Leben erfordert.“

Rowan Hisayo Buchanan ist eine sechsundzwanzigjährige – Achtung! – japanisch-britisch-chinesisch-amerikanische Autorin, die bereits mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht hat. „Harmless Like You“ ist ihr Debütroman, der im Februar 2017 auch in den USA erscheinen wird.

Daniel Saldaña París – En medio de extrañas víctimas

Sexto Piso, September 2013, 306 Seiten
Wikipedia

In Rodrigos Leben passiert nichts, er liebt die immerwährende Routine und verbringt die meiste Zeit in seiner Wohnung in Mexiko-Stadt. Sein einzig wahres Interesse gilt einer verwahrlosten Henne, die sich im Müll unter seinem Fenster eingenistet hat. Doch als er „aus Versehen“ seine Arbeitskollegin Cecilia heiratet, ändert sich das. Zeitgleich lernt er einen spanischen Schriftsteller kennen, der Rodrigos Leben weiter verkompliziert.

Kirkus Review: „Der Roman ist sowohl Kritik als auch Karikatur des Faulenzertums der Millennials, und auch wenn er mehr Wert auf Figurenentwicklung legt als auf die Handlung, so gibt es doch viele einzigartige Wendungen und Überraschungen. Zu den Höhepunkten gehören Saldaña París‘ verzweifelte, aber zärtliche Lobeshymnen auf ‚die enorme, wunderschöne Stadt‘ die Mexikos Hauptstadt darstellt.“

Daniel Saldaña París (1984) ist ein mexikanischer Schriftsteller und Lyriker. „Among Strange Victims“ ist sein zweiter Roman und zugleich der erste, der ins Englische übersetzt wurde (Coffee House Press, Juni 2016).

Tim Murphy – Christodora

Grove Press, August 2016, 496 Seiten
Website

Das Christodora House im New Yorker East Village steht im Zentrum dieses kaleidoskopischen Romans: Hier wohnen die Künstler Milly und Jared. Ihr Nachbar ist der Puerto-Ricaner Hector, der einst als Aktivist bekannt war, jetzt aber ein einsamer Junkie ist. Sie und andere durchleben Jahrzehnte in Christodora, von der Angst vor AIDS in den 1980ern über die Hipster der 2000er Jahre bis hin in die nahe Zukunft, in der Manhattan nur noch aus gläsernen Hochhäusern und seinen reichen Bewohnern zu bestehen scheint.

Washington Post: „‚Christodora‘ erzählt ein entscheidendes Kapitel im queeren Leben, zumindest in der Geschichte Amerikas. Es geht außerdem, trotz all der Verzweiflung, die der Roman dokumentiert, um die Hoffnung: Bei Murphy gibt es im Jahr 2021 ein Heilmittel für AIDS.“

Tim Murphy hat bereits zahlreiche Artikel in der New York Times, dem New York Magazine und anderen Medien veröffentlicht. Er schreibt über kulturelle Themen, HIV und die LGBT-Szene.

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