Im Blick: Im September

Garantiert ohne Weihnachtsbücher. Das war im August neu.

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Belinda McKeon – Zärtlich (Ullstein, 22.09.)

Dublin, 1997: Catherine und James, beide gebürtig aus der irischen Provinz, freunden sich an. Doch während Catherine aufblüht, muss James erkennen, dass er selbst in der liberalen Stadt seine Homosexualität nicht öffentlich leben kann. „Voller Nuancen und absolut fesselnd“, urteilt der Guardian.

Jan Brandt – Stadt ohne Engel (DuMont, 25.09.)

Da ist es endlich: Jan Brandt verbrachte mehrere Monate in Los Angeles, um an seinem neuen Roman zu arbeiten. Stattdessen schrieb er „Stadt ohne Engel“, eine literarische Essaysammlung, die die vielen Facetten der Millionenmetropole beleuchtet.

Juan Pablo Villalobos – Ich verkauf dir einen Hund (Berenberg, 01.09.)

Von Dublin und L.A. nach Mexiko-Stadt: In einem runtergekommenen Wohnhaus mitten in der Stadt lebt der alte und gescheiterte Maler und Adorno-Anhänger Teo inmitten von nachbarlichen Streitereien und einem literarischen Zirkel im Hausflur. „Das Komische im Tragischen“, kommentiert El Periódico Villalobos‘ dritten Roman.

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Christian Kracht – Die Toten (KiWi, 08.09.)

Den meisten galt er als sicherer Kandidat für die Longlist des Deutschen Buchpreises, aber auch ohne eine Nominierung sorgt ein neuer Kracht-Roman für Furore. „Die Toten“ entführt die Leser in die Filmproduktion während der Weimarer Republik.

Silke Scheuermann – Wovon wir lebten (Schöffling, 06.09.)

Auch die Wahl-Offenbacherin Silke Scheuermann hätten viele gerne auf der Longlist gesehen. „Wovon wir lebten“ ist der vierte Roman von Scheuermann, die kürzlich (für ihre Lyrik!) mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet wurde. Er erzählt von Martens Leben, der im Drogenmilieu aufwächst, schließlich aber zum Fernsehkoch aufsteigt.

Kathrin Röggla – Nachtsendung. Unheimliche Geschichten (S. Fischer, 22.09.)

Unheimlich sind sie, die Geschichten von Kathrin Röggla, denn zu gerne nimmt die österreichische Autorin unsere Gesellschaft samt ihrer Abgründe unter die Lupe. In „Nachtsendung“ geht es um den Absturz des Mittelstands, Wutbürger und das Leben in der Provinz.

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Pavel Salzman – Die Welpen (Matthes & Seitz, 26.09.)

Experimentell wird’s mit Pavel Salzman (1912-1985). Der moldawische Schriftsteller beschreibt die russische Gesellschaft der Zwischenkriegszeit aus der Sicht zweier Welpen. Der unschuldige Blick der Hunde steht im direkten Gegensatz zu den grausamen Taten der Menschen.

Philip Mosetter – Die Einladung. Ein Protokoll (Edition Faust, 20.09.)

Ob Film oder Roman: Die besten Geschichten gelingen, wenn alle Figuren dazu verdammt sind, sich gleichzeitig in einem Raum aufzuhalten und unausgesprochene Zwiste auf den Tisch bringen. Genau diese Szenerie entspinnt Philip Mosetter in seinem „Protokoll“, in dem ein Geburtstag der Anlass ist, um vergangene und frische Konflikte zwischen den Beteiligten aufzurollen.

Philipp Winkler – Hool (Aufbau, 19.09.)

Das gelingt wahrlich nicht jedem: Mit seinem Debütroman ist Philipp Winkler auf der Longlist des Deutschen Buchpreises gelandet. In „Hool“ erzählt er von – richtig – Hooligans, außerdem von Freundschaft, Perspektivlosigkeit und Gewalt. Ob er’s auf die Shortlist schafft, erfahren wir am 20. September.

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