Balades littéraires dans Paris: Boulevard du Montparnasse

Kaum eine Stadt ist literarischer und intellektueller als Paris. Hier leben und lebten sie alle: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald, Ezra Pound und Gertrude Stein, James Joyce; Julio Cortázar, Charles Baudelaire, Milan Kundera, Paul Verlaine, Patrick Modiano, Émile Zola, Voltaire, Fred Vargas, Georges Simeon und nicht zuletzt Victor Hugo, Samuel Beckett, Marcel Proust, Albert Camus und Oscar Wilde. Die Liste ließe sich fortsetzen. Verglichen mit anderen Ländern ist auch die Buchbranche in Frankreich relativ stabil. Das zeigt sich nicht zuletzt an der großen Anzahl an Buchhandlungen und Antiquariate, die in Paris an jeder Ecke zu finden sind. Eine der spannendsten und schönsten Straßen der Stadt ist der Boulevard du Montparnasse, der durch das 6., 14. und 15. Arrondissement führt.

Das Restaurant La Closerie des Lilas (171 Boulevard du Montparnasse), eröffnete 1883 und wurde schnell zu einem beliebten Treffpunkt der Pariser Künstler und Schriftsteller. Besonders Hemingway, Fitzgerald und Henry Miller gingen ein und aus. Hemingway schrieb hier „The Sun Also Rises“ und erwähnt das Restaurant außerdem in „A Moveable Feast“.

In unmittelbarer Nähe zum Closerie des Lilas befindet sich die Buchhandlung Tschann (125 Boulevard du Montparnasse), die 1929 von Madame Tschann gegründet wurde.

Wenige Schritte südlich des Boulevard du Montparnasse befindet sich der Cimètiere du Montparnasse. Wer sich gerne Steinplatten mit gravierten Namen toter Persönlichkeiten anschaut, ist hier genau richtig. Auf dem Friedhof liegen unter anderem Samuel Beckett, Julio Cortázar, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Charles Baudelaire und Susan Sontag. Am Eingang können sich Besucher einen eingeschweißten Plan ausleihen, der die Lage der Gräber von gut hundert Berühmtheiten verzeichnet.

Nach diesem Abstecher geht’s zurück auf den Boulevard: Le Dôme (Hausnummer 108), La Rotonde (105) und La Coupole (102) gehörten ebenfalls zu den bevorzugten Restaurants der Bohème und sind heute genauso touristisch und überteuert wie La Closerie des Lilas – aber immerhin schön anzusehen.

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