Im Blick: Im März

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Antonio Ortuño – Madrid, Mexiko (Kunstmann, 8. März)

Keine anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung von „Die Verbrannten“ folgt im März der neue Roman von Antonio Ortuño: „Madrid, Mexiko“ spielt – ihr ahnt es – in Madrid und Mexiko. Ortuño entführt den Leser vom Spanischen Bürgerkrieg ins Mexiko der 1990er Jahre: Yago, der in Spanien auf Seiten der Anarchisten kämpft, muss später über den Atlantik fliehen.

Chloe Aridjis – Buch der Wolken (Nautilus, 9. März)

Benjamin, Sebald und Murakami erkennt der Nautilus Verlag in Chloe Aridjis wieder – hui! Die mexikanisch-amerikanische Autorin erzählt von der jungen Jüdin Tatiana, die es von Mexiko-Stadt nach Berlin verschlägt. Dort trifft sie auf einen Stadthistoriker und einen Meteorologen, mit denen sie versucht, ihre Wahlheimat zu ergründen.

Jens Eisel – Bevor es hell wird (Piper, 1. März)

Auf den Kurzgeschichtenband „Hafenlichter“ folgt jetzt der Debütroman von Jens Eisel. Er erzählt darin von zwei Brüdern. Nach einem Schicksalsschlag muss der jüngere Bruder Alex, frisch aus dem Knast, Verantwortung für sich und seinen großen Bruder übernehmen. Den Trailer zum Buch gibt’s hier.

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Britta Boerdner – Am Tag, als Frank Z. in den Grünen Baum kam (Frankfurter Verlagsanstalt, 7. März)

Nach dem leisen „Was verborgen bleibt“, das in New York spielt, geht es im neuen Roman der Wahlfrankfurterin in die Wetterau (ihr wisst schon, dem von Andreas Maier fetischisierten Landstrich im Taunus). Dorthin verschlägt es im Jahr 1969 ausgerechnet einen kalifornischen Musiker. Und der möbelt die Wetterau ordentlich auf.

Julia Wolf – Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, 7. März)

Ebenfalls in der Frankfurter Verlagsanstalt erscheint dieser Tage der zweite Roman von Julia Wolf, der einigen durch ihren Auftritt beim Ingeborg-Bachmann-Preis bereits in Auszügen bekannt sein dürfte. Bewegungsunfähig auf dem Rücken liegend beginnt Walter Nowak, über sein Leben nachzudenken.

Arno Frank – So, und jetzt kommst du (Tropen, 11. März)

Arno Frank, Journalist bei SPON, taz und der Zeit, erzählt seine persönliche Familiengeschichte, die es wahrlich in sich hat: Interpol auf den Fersen packt sein Vater flugs die gesamte Familie samt Hund ins Auto und flieht nach Frankreich und schließlich Portugal. Es stellt sich heraus: Der Vater hat enorme Summen Geld unterschlagen.

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Barney Norris – Hier treffen sich fünf Flüsse (DuMont, 21. März)

Fünf Schicksale kollidieren im Debütroman des jungen Briten, fünf Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch miteinander verflochten sind. Dieser knappe Plot plus die Tatsache, dass das Buch in meinem heimlichen Lieblingsverlag erscheint, genüg schon, um mich zu überzeugen.

Ece Temelkuran – Stumme Schwäne (Hoffmann und Campe, 17. März)

Leider, leider ist die Türkei momentan „in“, wenn man das so zynisch ausdrücken möchte. Die Journalistin und Schriftstellerin Ece Temelkuran – eine Kritikerin Erdoğans wie auch Gülens – erzählt vom Leben in der Türkei im Jahre 1980. Wir befinden uns mitten im Bürgerkrieg – dass bald das Militär „helfen“ wird, ist wahrlich auch kein Trost.

Martin Becker, Martina Lisa (Hg.) – Die letzte Metro: Junge Literatur aus Tschechien (Voland & Quist, 20. März)

Achtung, am Ende des Textes folgen viele Namen. Und zwar von den jungen tschechischen Autoren, die in diesem Band vertreten sind. Wer sich nebst Milan Kundera ein bisschen näher mit der Literatur aus unserem Nachbarland auseinandersetzen will, dem sei diese Anthologie ans Herz gelegt, mit: Bianca Bellová, Ondřej Buddeus, Dora Čechova, Vladimíra Čerepková, Irena Dousková, Emil Hakl, Petr Hruška, Václav Kahuda, Dora Kaprálová, Hana Lundiaková, Igor Malijevský, Jaroslav Rudiš (kenn ich, juhu!), Tereza Semotámová, Petra Soukupová, Alžběta Stančáková, Michal Šanda, Filip Topol und Eva Turnová.

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3 Gedanken zu “Im Blick: Im März

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