Wir müssen über Chimamanda Ngozi Adichie reden

Wir müssen über Chimamanda Ngozi Adichie reden. Leider.

Ich glaube nämlich, die meisten von euch haben es nicht mitbekommen, aber es ist ein Punkt erreicht, an dem sich das ändern muss. Chimamanda Ngozi Adichie ist eine wichtige Schwarze feministische Stimme, die gehört werden sollte. Eigentlich. Denn es gibt Feministinnen, die in ihren Ansichten so „radikal“ sind, dass sie anderen das Partizipations-, ja, Existenzrecht absprechen. Dass Joanne K. Rowling eine ultra TERF (trans-excluding radical feminist) ist, weiß inzwischen jede*r, aber auch Adichie hat sich in der Vergangenheit immer wieder terfy geäußert. Bedeutet: Sie spricht trans Frauen ab, Frauen zu sein.

Vor allem gegen Akwaeke Emezi, ein*e non-binary trans Autor*in („Süßwasser“) hat sich Adichie eingeschossen. Vor drei Tagen dann der traurige Höhepunkt: Sie hat auf ihrer Website einen Essay mit dem Titel „It is obscene“ veröffentlicht, der eindeutig zeigt, die früheren Kommentare waren kein Versehen und es gab auch keinen Lernprozess, keine Einsicht. Unter anderem reißt einen Tweet mit „asked followers to pick up machetes and attack me“ aus dem Kontext und endet den Text mit ihrer Version von „Nichts darf man mehr sagen!“/Cancel Culture: „I have spoken to young people who tell me they are terrified to tweet anything, that they read and re-read their tweets because they fear they will be attacked by their own. The assumption of good faith is dead. What matters is not goodness but the appearance of goodness. We are no longer human beings.” Wenn ihr Details wollt, es gibt untere anderem Artikel von der New York Times und Vox über dieses Essay, außerdem ältere von März 2017, wo das alles anfing, im Guardian oder der BBC, oder Adichies Verteidigung von Joanne K. Rowling, dokumentiert auf PinkNews. (Fast nichts Deutschsprachiges mal wieder.)

Mir reicht’s. Vor allem, weil das nicht das erste Mal ist, und nicht das zweite, nicht das dritte. Dass Chimamanda Ngozi Adichie eine TERF ist, ist leider nicht mehr zu ignorieren. Wenn dir Menschen wie Ben Shapiro applaudieren, solltest du dir echt Gedanken machen. Für mich war’s das mit ihr. Es tut mir leid, Leute, das trifft bestimmt einige von euch hart, aber ein Feminismus, der nicht intersektional ist, ist kein Feminismus.

Say it louder for the people in the back: Trans women are women.

Addendum: Sehr viel ausführlicher dargelegt ist die Causa Adichie hier.


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