Juan Pablo Villalobos – Ich hatte einen Traum

Von manchen Büchern wünscht man sich, sie zu besprechen hätte keine aktuell dringende Notwendigkeit – wie das, was sich dieser Tage an der Grenze zwischen Mexiko und den USA abspielt. Nie dürfen wir dabei vergessen: Flüchtlinge sind keine Zahlen und Artikel, sondern Menschen mit individuellen Schicksalen. Juan Pablo Villalobos hat in „Ich hatte einen Traum“ … Mehr Juan Pablo Villalobos – Ich hatte einen Traum

Antonio Ruiz-Camacho – Denn sie sterben jung

Als ein reicher Magnat spurlos verschwindet, wird seiner Familie schnell klar: Es handelt sich um eine Entführung und alle, die seinen Nachnamen tragen, schweben in Gefahr. Also heißt es, Mexiko sofort zu verlassen – nach Texas, New York oder Madrid. Ihren Lebenswegen folgt Antonio Ruiz-Camacho in seiner Kurzgeschichtensammlung „Denn sie sterben jung“. Gleich zu Beginn … Mehr Antonio Ruiz-Camacho – Denn sie sterben jung

Samuel Selvon – Die Taugenichtse

In der Hoffnung auf ein besseres Leben zieht es sie nach London, junge Männer, manchmal alleine, manchmal mit der ganzen Familie im Schlepptau. Am Ziel angekommen merken sie schnell, dass die Arbeitsbedingungen prekär und die Gehälter schlecht sind – wenn es überhaupt Jobs gibt. In „Die Taugenichtse“ beschreibt Samuel Selvon das Leben von Migranten. Der … Mehr Samuel Selvon – Die Taugenichtse

Kurz&schmerzlos: Rasha Khayat über „Weil wir längst woanders sind“

Rasha Khayat wurde 1978 in Dortmund geboren und wuchs zunächst in Saudi-Arabien auf, bis sie im Alter von elf Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland zurückkam. Seit 2010 bloggt sie auf West-Östliche Diva über kulturelle, politische und gesellschaftliche Themen rund um die arabischen Länder. „Weil wir längst woanders sind“ ist ihr erster Roman, der im … Mehr Kurz&schmerzlos: Rasha Khayat über „Weil wir längst woanders sind“

Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran (zwischen/miete Stuttgart)

Zwischen/miete, das ist: Junge Autoren zu WG-Lesungen einladen, Bierchen mit den Gästen trinken, über Literatur reden. Im Fall von Shida Bazyar reicht eine Wohnung allerdings nicht aus: Deswegen lädt die zwischen/miete Stuttgart in das Künstleratelier in S-Ost und gut siebzig Literaturfreunde folgen dem Ruf. Das laute Ploppen ungekühlter Wulle-Bier-Flaschen läutet diesen Abend ein. Shida Bazyar … Mehr Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran (zwischen/miete Stuttgart)

Saša Stanišić – Wie der Soldat das Grammofon repariert

Fünfundzwanzig Jahre sind seit Beginn des Balkankonflikts vergangen, der über Nacht aus Familien, Freunden und Nachbarn erbitterte Feinde machte. Der gebürtige Bosnier Saša Stanišić schreibt in seinem Debütroman „Wie der Soldat des Grammophon repariert“ über den Krieg aus der Sicht eines heranwachsenden Jungen. Gänsehaut um Gänsehaut. Nicht, weil die Angst so groß ist, sondern weil … Mehr Saša Stanišić – Wie der Soldat das Grammofon repariert

Antonio Ortuño – Die Verbrannten

Einen beschwerlichen Weg erwartet die Mittelamerikaner, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben versuchen, Mexiko zu durchqueren und illegal in die USA einzuwandern. Viele bezahlen dafür mit dem Tod – so auch in Antonio Ortuños „Die Verbrannten“, einem schonungslosen Roman, dessen Plot allerdings ein wenig überschaubar ist. Während die Mexikaner in den USA als … Mehr Antonio Ortuño – Die Verbrannten

Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran

Vier Jahrzehnte iranische Geschichte, vier Mitglieder einer Familie, vier verschiedene Perspektiven. Shida Bazyar hat in ihrem politischen Debütroman alles richtig gemacht. „Nachts ist es leise in Teheran. Tagsüber so laut. […] Draußen die Straßen, ein schrecklicher Lärm, die überfüllten Fahrbahnen, das Hupen, trotz der Hupen-verboten-Schilder, das Brüllen und Fluchen der Menschen, die schwere Luft, die … Mehr Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran