Kiley Reid – Such A Fun Age

Sie sind weiß und halten sich für woke: Kiley Reid legt mit ihrem Roman „Such A Fun Age“ eine brillante Satire auf Alltagsrassismus vor. Spätestens seit dem Video, das den Mord an George Floyd dokumentiert, dürfte auch die letzte Person die enorme Bedeutung von Smartphoneaufnahmen bei rassistischen Vorfällen erkannt haben. Inzwischen empfehlen Antirassismusratgeber Unbetroffenen auch, … Mehr Kiley Reid – Such A Fun Age

Elisa Diallo – Französisch verlernen

Zu meinen größten mir selbst gestellten Aufgaben gehört es, Nicht-Deutschen die Illusion zu nehmen, Deutschland habe den Nazismus im Großen und Ganzen überwunden, sei ein weltoffenes, diverses Land und Rechtsextremismus höchstens eine Randerscheinung. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt und auch wütend darüber, wie verbreitet dieses Bild ist. Elisa Diallos Memoir „Französisch verlernen“ (übersetzt … Mehr Elisa Diallo – Französisch verlernen

„Köln war für die extreme Rechte ein Glücksfall.“ Interview über „Frauen*rechte und Frauen*hass“

Schon lange haben Rechte den Feminismus für sich entdeckt – wenn auch nicht auf die Weise, wie man Feminismus für gewöhnlich versteht. Dadurch aber, dass die Linke es versäumte, sexualisierte Gewalt zu thematisieren, gelang es der Neuen Rechten, dieses Thema zu besetzen und mit Rassismus aufzuladen. Das ist, knapp formuliert, eine der Hauptthesen des Buchs … Mehr „Köln war für die extreme Rechte ein Glücksfall.“ Interview über „Frauen*rechte und Frauen*hass“

Rebecca Solnit – Die Dinge beim Namen nennen

Die Macht der Sprache: „Die Dinge beim Namen nennen“, dafür plädiert die bekannte US-amerikanische Essayistin Rebecca Solnit in ihrem neuen Buch, in dem sie Gesellschaft und Politik der Vereinigten Staaten kritisch beleuchtet – teilweise macht sie das gewohnt großartig, teilweise aber verfehlt sie ihre Intention. Erst wenn man die Dinge beim Namen nennt, so Rebecca … Mehr Rebecca Solnit – Die Dinge beim Namen nennen

Colson Whitehead – Underground Railroad (Literaturhaus Stuttgart)

Wir wissen es alle: Kaum ein Roman hat in diesem und in den USA auch im vergangenen Jahr mehr Aufmerksamkeit erhalten als „Underground Railroad“ von Colson Whitehead. Das Interesse ist ungebrochen, was auch die komplett ausverkaufte Lesung im Stuttgarter Literaturhaus beweist – kein allzu häufiger Anblick. Moderiert von der Schriftstellerin und Journalistin Verena Lueken, die … Mehr Colson Whitehead – Underground Railroad (Literaturhaus Stuttgart)

Samuel Selvon – Die Taugenichtse

In der Hoffnung auf ein besseres Leben zieht es sie nach London, junge Männer, manchmal alleine, manchmal mit der ganzen Familie im Schlepptau. Am Ziel angekommen merken sie schnell, dass die Arbeitsbedingungen prekär und die Gehälter schlecht sind – wenn es überhaupt Jobs gibt. In „Die Taugenichtse“ beschreibt Samuel Selvon das Leben von Migranten. Der … Mehr Samuel Selvon – Die Taugenichtse

Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Ein Mädchen stirbt aus ungeklärten Umständen. Doch in Celeste Ngs Roman „Was ich auch nicht erzählte“ ist nicht ihr Tod, sondern der lange Weg dorthin relevant: Schicht für Schicht deckt die Autorin die Risse in einer Familie auf. „Mach, was alle anderen machen. Mehr hast du nie zu Lydia gesagt. Such dir Freunde. Pass dich … Mehr Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte